Mittwoch, 27. Februar 2013

Mahjong Junk Mat - ein Erfahrungsbericht

Wenn ihr Leser von Osamuko.com seid, dann habt ihr vielleicht auch den Beitrag "My first (Chinese) Mahjong set" gelesen. Wie man unschwer an den vielen Kommentaren erkennen kann, ist das Thema Riichi Mahjong kaufen, was, wann, wo, wie, in welcher Qualität und Ausführung, ein echter Dauerbrenner.

Ich möchte hier beschreiben, wie sich die Junk Mat spielt, da im oben genannten Post ein paar Schreiber auf eine Art "Tischdecke" hinweisen, welche als Spielunterlage dienen kann. Persönlich würde ich sagen, es gibt drei Varianten für ein angenehmes Spielgefühl mit wenig Pausen - hervorgerufen durch das Mischen der Steine - zu sorgen: ein automatischer Mahjongtisch stellt das Optimum dar, ist aber für die meisten Menschen zu teuer. Dann gibt es noch Klapptische, die platzsparend sind. Wer nicht extra einen neuen Tisch kaufen will, der ist mit einer Tischauflage gut bedient. Ich schreibe Tischauflage, weil es hier verschiedene Möglichkeiten gibt, wie diese Aussehen kann.

Bevor ich die verschiedenen Tischauflagen vorstelle, sollten wir noch festlegen, warum eine Auflage sinnvoll ist. Da wäre Hauptgrund Nummer eins: Mammi mag es nicht, wenn ihr neuer Wohnzimmertisch durch dauerndes Mischen von Mahjongsteinen langsam aber sicher verunstaltet wird. Grund Nummer zwei: Papi möchte am Samtag gerne auf Sky Fußball Bundesliga sehen und hören. Wenn ihr mit euren eh schon viel zu lauten Kumpels erst mal so richtig die Mahjongsteine über den Tisch feuert, dann hat das schon ein paar Dezibel und könnte zu leichten Irritationen bei Papi führen. Weitere Gründe sind: einfacheres Mischen der Steine durch den eventuell vorhandenen Rahmen der Matte, welcher verhindert, dass Steine ungebeten den Tisch verlassen. Auch nicht zu unterschätzen, die Reduzierung der Zeit, welche man benötigt, um die Mauer aufzubauen. Mit einem Rahmen an der Matte ist das kein Problem - ohne ist es eine mühselige Angelegenheit.

So, dann kommen wir also zu den drei Kandidaten. Die "Tischdecke", welche ich schon bespielen durfte, hatte keinen Rahmen und kam ziemlich traurig daher. Ich meine, sie war aus einem schlechten Filz gemacht und hatte an den Ecken Taschen, um dort Sticks oder sonstiges Zeug zu versenken (und nie wieder zu finden). Das Bild veranschaulicht, wie man sich die Auflage vorstellen muss. Die Ecken zeigen jeweils zum Spieler. Bevor ich mir sowas kaufen würde, gehe ich lieber los und hole mir einen gescheiten Poker Filz. Vom Spielgefühl war es eine glatte Sechs.

Dann gibt es die All-in-One Matte. Mit Gummirahmen und anscheinend leicht zu verstauen, da rollbar. Habe ich noch nicht gespielt, kann daher auch nichts Versiertes dazu sagen. David Hurley bietet so eine Matte in seinem Shop an, den Link findet ihr am Endes des Artikels.

Der letzte Kandidat und mein persönlicher Favorit, ist die Junk Mat. Diese wird in einer Tragetasche geliefert, welche zusätzlich auf der Rückseite passende Fächer für alle in einem Mahjong Koffer befindlichen Ablagen hat. Durch den steckbaren Plastikrahmen kann sie schnell auf- und abgebaut werden. Als Spielfläche bietet sie Neopren, darauf gleiten die Steine optimal und es ist bei mir, selbst nach zwei Jahren intensiver Nutzung, noch kein Verschleiß zu erkennen. Damit man sieht, worüber ich rede, hier ein paar Bilder.

Gut erkennbar sind die Ablagen für die Sticks, ein gigantischer Vorteil gegenüber den Taschen der "Tischdecke", wo einfach alles unsortiert verschwindet. Um die Mauer zu bauen, bilde ich 2 Reihen, die man am Plastikrahmen ganz einfach ausrichten kann. 


Dann schiebe ich eine Reihe nach vorne weg...


 ... und hebe die andere darauf. Wenn ihr etwas Übung habt, könnt ihr den Zeitaufwand für den Deal auf <3-4 Minuten reduzieren. Bedenkt man, dass mindestens acht Hände gespielt werden, kann man hier wirklich Zeit rausholen. Weniger Downtime gibt es nur bei einem automatischen Tisch. 


So sieht es aus, wenn die Steine am Rahmen glatt gestellt werden.



 

Hier kann man die Steckverbindungen sehen.


Und so sieht die Matte von unten und zusammengerollt aus. Unter dem Neopren ist sie gummiert, was ein Verrutschen der Matte beim Mischen der Mahjongstein verhindert. Daneben liegt die Tragetasche mit Klettverschlüssen.


Bezugsquellen hatte ich ja bereits an anderer Stelle genannt, kann hier aber nochmal kurz schreiben, wo ihr Mahjongmaterial kaufen könnt, da das eine echte Herausforderung darstellen kann...  Bei David Hurley im Shop erhaltet ihr so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Auch der Shop von Jenn Barr ist gut sortiert. Mein Set habe ich auf Booklooker gekauft.

Falls ihr doch eher zu einem Mahjongtisch tendiert: ein ganzes Sammelsurium an Tischen findet ihr in dem Beitrag auf Sloperama.com. Übrigens ist das die Seite des Autors von The Red Dragon & And the West Wind.